karindolittle

(M)eine Ansicht dieser Welt von rabenschwarz bis rosa, mancherlei in Reimen und einiges in Prosa


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Krokodil

Es schwamm dereinst ein Krokodil
allein herum im Blauen Nil.
Und gerade das war ein Problem,
es dacht´: „Ach, wäre es nicht schön,
wenn wir zu zweit hier schwimmen könnten
und seine Zähne mich verwöhnten,
wenn neben mir das Wasser brodelt,
weil dort ein Krokodilmann jodelt.
Dann würde er mich zärtlich beißen
und imposant das Maul auf reißen,
doch nicht, um einfach nur zu gähnen,
das wäre mir doch zu profan,
er würde Beute für mich reißen,
ganz locker, cool und fast spontan.
Dann würden wir am Ufer liegen,
um dort im warmen Sonnenschein
das Krokoleben zu genießen,
endlich zu zweit,
nicht mehr allein!“

So träumte dieses Krokodil,
derweil´s alleine schwamm im Nil.

Im Blauen Nil, das sagt´ ich schon,
schwamm dieses Krokodil herum.

Dann kam dem guten Tier zu Ohren,
es gäbe da ´nen zweiten Fluss,
den Weißen Nil, gleich um die Ecke.
„Ich weiss, wohin ich schwimmen muss!“

Gesagt, getan,
das Krokodil
brach auf, schnell hin
zum Weißen Nil!

Es hat nicht all zu lang gedauert,
da hatte es sein Ziel erreicht,
war hoch erfreut und guter Hoffnung,
dass sich alsbald ein Partner zeigt.

Und wirklich, eines schönen Tages,
da lag ein Krokodil am Strand,
das sah so stark und zärtlich aus,
wie von der Krokofrau erträumt.

2xKro

Nur eines fand die Dame komisch,
der Kerl war nicht ganz blau, wie sie,
er war ganz weiss, das war erstaunlich;
geseh´n hatte sie das noch nie.

„Egal, was soll´s, ich bin nicht kleinlich,
der Krokomann ist stark und schön,
was sollte mich wohl daran hindern
auf diesen Prachtkerl zu zu geh´n?“

So schwamm sie an den Uferstreifen
auf dem der Krokdilmann lag.
Ihn von dem Plan zu überzeugen,
das dauerte nicht mal ´nen Tag.

Schon hob das Tier ´ne Grube aus,
es legte seine Eier rein,
ganz vorsichtig und schaufelte
dann Sand darauf – und zwar allein.

Als dann nach vielen, vielen Tagen
vom Nest ein zartes Piepsen kam,
hat sie die Grube auf gebuddelt
und sah, was ihr entgegen kam.

Das war´n zwar kleine Krokodile,
doch irgendetwas war ihr fremd.
Die Kleinen war´n blau-weiss rautiert,
wie Tischdecken im Bayernland.

Das hat sich bald herum gesprochen
und schon kamen jemand angereist,
der stahl die kleinen Krokodile,
die Krokomutter war verwaist.

„Oh-je,“ hört man die Dame klagen,
„was bitte soll ich jetzt wohl tun?
Soll ich bei ihm am Weiss-Nil bleiben
oder zurück zum Blau-Nil zieh´n?“

Am Ende ist sie dort geblieben
und das war gut, denn irgendwann,
da hab´n die Kinder ihr geschrieben,
´ne Karte aus dem Bayernland!

Blau-weiss rautierte Krokodile
sind dort zur Zeit der letzte Schrei.
Doch wie wir alle sehr wohl wissen,
geht jede Mode mal vorbei.

Dann treffen sich die Krokodile
vom Blauen und vom Weissen Nil,
genau, wo die zusammen fließen
und feiern dort im Afro-Stil!

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Kaktusliebe – Kaktustriebe

„Lieber kleiner Kaktus auf der Fensterbank ,
sag mal , bist Du traurig oder bist Du krank ?
Deine Stacheln hängen schlapp
von deinem Kaktusleib herab .
Sag mir doch einfach was Dir fehlt
und was Dich quält !“

Kak-ohne2„Sag mal , Karin , bist Du´s oder tust Du nur so dumm?
Frühling ist und alle Leute um mich rum
sind dabei zu schmusen
oder rum zu knutschen .
Nur zu mir kommt keiner her
und tut´s mit mir .“

„Lieber Kaktus , stell Dir vor ich küsste Dich ,
dann stächen Deine Stacheln mir dabei in das Gesicht .
Sie können Dich zwar schützen ,
dafür sind sie von Nutzen ,
doch zum Küssen kann man dann
halt nicht recht an Dich ran !

Lieber Kaktus , strecke  mir doch durch dein Stachelmeer
einfach eine hübsche , kleine Kaktusblüte her .
Reck´ sie mir entgegen ,
ihr kann ich dann geben ,
was Du schon so lang vermisst
nur weil Du stichst .“

Kak-mit-ohne2

„Liebe Karin , guten Morgen , schau doch einmal her .
Über Nacht , da schickte ich ´ne Blüte raus zu Dir .
Machte  sie schön groß und lang ,
hoffe nun , Du kommst gut dran .
Ich träume schon so lang davon ,
nun küss mich schon !“


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Fällt mir grad´ ein :

StoPho2Mein Vater meinte früher oft:
die Frauen sind wie Frösche!
Klagen ständig über kalte Füße,
quaken den ganzen Tag laut rum
und haben dauernd Angst
vor dem Besuch vom Klapperstorch.

Ich sage heute als Pondon:
… und Männer sind wie Störche!
Sie stochern blind in allem rum,
behaupten jeder Pieks sei ein Treffer
und haben dauernd Angst,  das ein Frosch ihnen mal den Schnabel zu hält.

Und nun kann sich gern´ jede( r )  selbst überlegen,
was treffender klingt im Vergleich mit dem Leben!


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Der gereimte Witz

Denkt euch mal ne weite Fläche,
wie in Friesland oder so.
in der satten grünen Landschaft
raschelt´s deutlich irgendwo.
Schaut genauer und ihr findet,
hetzend durch das hohe Gras
eine Katze und die Katze,
sie verfolgt doch irgend was.
Schaut genauer, weiter vorn da
huscht ein Mäuschen eilig fort,
sucht auf ihrer Flucht recht dringend
eine Zuflucht, einen Ort,
der ihr Schutz gewährt vor ihrem
übergroßen Jäger, schnell,
denn die Katz kommt immer näher,
beinah´droht schon das Duell.
Da erreicht das arme Mäuschen
schnaufend und ganz außer sich
eine Kuh und dieses Fleckvieh
sieht die Not und wendet schlicht
uns´rer Maus den A…. entgegen,
drückt und setzt  genau gezielt
einen ihrer weichen Fladen 
auf das Tierchen, nicht verfehlt!
Kommt die Katze angelaufen,
fragt: hast du ne Maus geseh´n?
Nöh! erwidert ruhig die Kuh,
doch die Katz´, im Weitergeh´n,
sieht den Fladen und da schaut doch
ein Stück Schwanz der Maus heraus.
Katze zieht und Katze schüttel´s
Mäuschen ab und frisst es auf.
Und die Moral von der Geschicht´?

Bild
Nicht ein jeder der dich,  sorry ,
mal bescheißt, der meint es schlecht.
Und nicht jeder, der dir raus hilft,
meint es gut mit dir! So´n Pech!
Und
wenn du dich schon bescheißen lässt,
zieh´ jedenfalls den Schwanz ein! Echt !


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Brot und Spiele

Gestern habe ich im Fernsehen eine Dokumentation über das Colosseum in Rom gesehen, über seinen Bau, die Besonderheiten der Architektur und der Ingenieursarbeit und über die technische und die politische Funktion dieser riesigen Anlage. Ganz selbstverständlich teilte da der Sprecher mit, dass es hauptsächlich darum gegangen sei, durch Brot und Spiele das Volk zu besänftigen und vom politischen Leben fern zu halten, frei nach dem Motto: mit vollem Bauch und gut unterhalten wollen die Menschen sich nicht mehr den Kopf mit Problemen beschweren.
Blitzartig schoss mir durch den Kopf, wo denn da nun zu heute der Fortschritt sei! Im alten Rom wurden die Menschen mit diesen Gaben beschenkt und heute?
Heute müssen wir für unsere Unterhaltung normalerweise bezahlen und nicht nur das ! Zuerst einmal sollen wir durch regelmäßiges Arbeiten Geld verdienen, dann werden wir permanent mit Werbung berieselt, die uns weissmachen soll, was wir alles brauchen, um glücklich zu sein und dafür sollen wir unser schwer verdientes Geld dann bitte ausgeben.
So verpassen wir uns heutzutage selbst unser Unterhaltungsprogramm und den vollen Bauch, was uns vom politischen Denken und Handeln fernhalten soll und dafür bezahlen wir auch noch selbst !
So gesehen betrifft der Fortschritt wohl nur die herrschende Klasse.
Die breite Masse der Römer ließ sich damals jedenfalls kaufen, wir beklauen uns selbst unserer Einflussmölglichkeiten und nennen das auch noch Freiheit!
Gut gemacht, ihr da oben! Echt gut gemacht!


Ein Kommentar

Das Legehuhn

Es war einmal ein Legehuhn,
das hatte nicht sehr viel zu tun.
Es war zu jung und konnt´ deswegen
bisher noch keine Eier legen.
Der Bauer aber war versessen
auf Eier, denn die wollt´ er essen
und fand er eins der Nester leer,
ärgerte das den Bauern sehr.
Die Hühner, die auf Eiern saßen,
lobte er über alle Maßen,
die aber, deren Nester leer,
bestrafte er mit Blicken sehr.
Deshalb beschloss das junge Huhn,
da eh nichts sinnvolles zu tun,
so schnell es ging hier fort zu geh´n
um sich die  Welt mal an zu seh´n.

HenneUnterwegs

Die Flucht gelang! Auf neuen Wegen
begann´s die Neugier aus zu leben;
Die Langeweile war verflogen
und auch der Stress schien lang schon her,
da spürte es in seinem Innern
etwas rumoren, und zwar sehr.
Voll Freude wollte unser Huhn
jetzt schnell nach Hause, um zu tun,
was alle anderen schon taten
und auf sein erstes Lob zu warten.
Und dann zu Hause auf dem Nest,
da drückte unser Huhn ganz fest,
es presste, schob mit aller Kraft.
Und als es spürte, ´s war geschafft,
drehte sich´s um; ihm wurde übel:
Da lagt kein Ei, da lag  ´ne Zwiebel!

ZwiebelhuhnNur kurz war unser Huhn verwirrt,
doch bald darauf hat es sinniert:
Eventuell ist ja der Bauer
am Ende froh und garnicht sauer!
Denn Eier legten alle Hühner
ihm jeden Tag, doch keines war
im Stande ,Zwiebeln ihm zu legen,
obwohl die auch sehr lecker war´n.
Das Menschenhirn im allgemeinen
ist leider oftmals recht beengt,
von Schranken rundum eingemauert
wird die Gedankenwelt beschränkt.

B+H.bunt-b
Auch dieser Bauer hatte leider
ein solch beschränktes Hirn dabei,
darin nur Platz für eine Kombi,
nicht Zwiebelhuhn, nur Huhn und Ei.
So nahm er zwar die Zwiebel gerne,
doch kam er nicht auf die Idee,
das diese von dem Huhn sein könnte.
Sein Blick tat unserm Huhn echt weh;
es wurde  um sein Lob betrogen,
um Anerkennung und um Dank,
nur weil der meisten Menschen Hirne
total beschränkt sind, eng und krank!
Armes Zwiebelhuhn!!!


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Untergehen…..

Ich weiß genau , https://i0.wp.com/upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e1/Musee_de_la_bible_et_Terre_Sainte_001.JPG/360px-Musee_de_la_bible_et_Terre_Sainte_001.JPG
es ist schon ein paar Jahre her
und dennoch fühlt sich´s an , als wär´
es gerade gestern erst gescheh´n .
Ich sah´ in ein  paar off´ne Augen
und im selben Augenblick
war alles , was ich bisher dachte
über mich wie weggeschmolzen
und mein Selbstbild wollt´ im Strudel
dieses Blickes untergeh´n

.Jede Maske ist zerfallen ,
jede Schutzhaut aufgelöst ;
ich spürte mich zum ersten male
vor einem Menschen ganz entblößt .

Erst hab´ ich das Gefühl genossen ,
dann hat Panik mich erfasst .
Ich bin vor meiner eig´nen Blöße
fortgelaufen und ich hab´
mich versteckt vor diesen Augen ,
die die Hüllen schwinden lassen ,
wie ein Strudel mich erfassen  ,https://i0.wp.com/upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/1c/Mask_3884.jpg/343px-Mask_3884.jpg
wollt´ den Augen schnell entkommen ,
die mich unverhüllt anseh´n .

Jede Maske ist zerfallen , …….

Doch das Gefühl so völlig nackt
und ohne Maske da zu steh´n
war überwältigend . Ich möchte
heut´ den Strudel wiederfinden ,
einen neuen Blick entfachen ,
mich dem eig´nen  Anblick stellen
ohne angstvoll weg zu rennen ,
will noch mal in solche Augen ,
will in off´ne  Augen seh´n .

Lass mich vergessen wer ich bin ,
um mich zu finden .
Zeig mir das Schweigen ,
damit ich sprechen lern´ .
Und stell mich bloß ,
damit ich lerne ich vertrauen .
Zeig mir die Leere ,
das ich lerne sie zu füll´n .https://i1.wp.com/upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/1/11/Maske1766.JPG/320px-Maske1766.JPG

Komm , halt mich fest ,
ohne mich aufzuhalten .
Zeig mir den Weg ,
ohne die Richtung zu diktier´n.
Und lass mich los ,
damit ich zu Dir kommen kann .
Hilf mir mich finden ,
nur dann kann ich mich verlier´n .

Ich weiß genau , es ist schon ein paar Jahre her…..