karindolittle

(M)eine Ansicht dieser Welt von rabenschwarz bis rosa, mancherlei in Reimen und einiges in Prosa


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Der kleine Schlendrian

Es war einmal ein Schlendrian,
der fing ein neues Leben an,
das musste scheinbar sein.
„Von jetzt an soll die Disziplin
von früh bis spät den Tag durchzieh´n
und bringt so Ordnung rein.“

Er machte sich an einen Plan,
in dem „früh aufsteh´n“ vorne stand,
der sollte dabei nützen.
Er hatte nämlich viel zu tun
und keine Zeit, sich aus zu ruh´n,
der Plan sollte ihn stützen.

Schnell füllte unser Schlendrian
den Plan mit vielen Posten an
und war darüber froh.
So blieb kein Stündlein ungenutzt
und bald wär´ jedermann verdutzt,
wie viel er schaffte so.

Als er am Abend angekommen,
hat er den Plan sich vorgenommen
und nochmal an geseh´n.
Da musste er sich eingesteh‘ n,
der Plan war nicht besonders schön;
das sollte besser geh´n.

So kaufte er sich Schreibkarton
und viele Stifte, Ton in Ton,
damit wollt´er den alten
verpfuschten, vollgestopften Plan,
der jetzt noch auf dem Schreibtisch stand,
vollkommen neu gestalten.

Der wache Leser wird schon spüren,
wohin ihn diese Wege führen,
den kleinen Schlendrian.
Er schreibt, er schnibbelt, er malt an,
er klebt und faltet seinen Plan,
bis er ihn richtig fand.

Am Ende hat er tagelang
an seinem Plan herum getan,
und fand ihn schließlich schön.
Doch während er den Plan geschrieben
blieb alles andere schlicht liegen,
schon fing er an zu stöhnen.

So ist dem kleinen Schlendrian
der gut gemeinte Neuanfang
am Ende nicht geglückt,
doch:
Auf seinem Tisch, da stand ganz neu
ein Kunstwerk, das die Welt erfreut
und jedermann entzückt.

Wenn alle nur auf Pläne schielten,
total fixiert sich daran hielten,
wo bliebe da die Zeit
für all die ungeheure Kraft,
die Lust und Kreativität erschafft
an der man sich erfreut?

Drum, bitte, sagt dem Schlendrian
nie ganz: „Adieu !“,weil er nicht kann,
was alle wichtig finden:
denn er und seine Freunde schaffen,
was uns zu Tränen rührt und Lachen
und gibt dem Leben Sinn.

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Spielwiese : Neue Berufe

Wie wäre es zum Beispiel mit folgenden neuen Berufen?

Der Vogel-Bauer, der Geiger-Zähler, Schein-Werfer, Socken-Halter, Torten-Heber, T-Träger, Fuß-Abtreter, Rasen-Sprenger, Luft-Befeuchtet, Laut-Sprecher, Zitronen-Falter, Land-Streicher, Teppich-Klopfer, Fern-Seher, Puder-Zucker, Wellen-Brecher, Dauer-Lutscher, Feld-Stecher….

….denkt doch mal nach, was es da noch so gibt. Es macht Spaß (und manchen süchtig)!

Was mir noch einfällt, das schreib´ ich hier auf, zB :
den Staub-Sauger, den Regen-Pfeifer, den Laub-Bläser, Flugzeug-Träger, Tauch-Sieder, Traum-Tänzer, Büsten-Halter, Decken-Fluter, Uhr-Zeiger, Seifen-Spender, Zungen-Brecher, Zug-Führer, Hosen-Träger, Feuer-Melder, Dosen-Öffner, Lampen-Putzer, Bauch-Klatscher, Ohren-Kneifer, Locken-Wickler, …


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Meine ganz persönliche Vorstellung:

Gestatten,
mein Name ist Eule, Nacht Eule.
Ich bin ein nachtaktives Tier,
denn nachts, da jage ich beständig
den eig´nen Träumen hinterher.

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Die Träume, einstmals hell und strahlend,
die litten etwas mit der Zeit
und scheinen nicht mehr ganz so kräftig,
warum ich nur bei Dunkelheit
auf ihren Spuren bleiben kann.
Am Tag, da leuchtet uns´re Sonne
mit solcher Macht, schier aussichtslos,
den blassen Spuren da zu folgen,
ihr Lichtschein ist einfach zu groß.
Selbst Abends gibt es oft Probleme,
weil überall an jeder Wand
´ne dicke Leuchtreklame blendet.
Auch sowas schränkt die Traumjagd ein.
So bleibt mir nur mit wachen Sinnen
des nachts die Traumjagd zu beginnen.
Kann riechen, schmecken, hören, sehen,
komm´ langsam ihnen auf die Spur
und wenn ich schon ganz nahe bin
kann ich sie fühlen. Freude pur!
Doch, bitte, magst du mir verraten.
was bist wohl du für´n ulkig Tier?

So wen wie dich, muss ich gesteh´n, sah ich noch niemals vorher hier!


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Krokodil

Es schwamm dereinst ein Krokodil
allein herum im Blauen Nil.
Und gerade das war ein Problem,
es dacht´: „Ach, wäre es nicht schön,
wenn wir zu zweit hier schwimmen könnten
und seine Zähne mich verwöhnten,
wenn neben mir das Wasser brodelt,
weil dort ein Krokodilmann jodelt.
Dann würde er mich zärtlich beißen
und imposant das Maul auf reißen,
doch nicht, um einfach nur zu gähnen,
das wäre mir doch zu profan,
er würde Beute für mich reißen,
ganz locker, cool und fast spontan.
Dann würden wir am Ufer liegen,
um dort im warmen Sonnenschein
das Krokoleben zu genießen,
endlich zu zweit,
nicht mehr allein!“

So träumte dieses Krokodil,
derweil´s alleine schwamm im Nil.

Im Blauen Nil, das sagt´ ich schon,
schwamm dieses Krokodil herum.

Dann kam dem guten Tier zu Ohren,
es gäbe da ´nen zweiten Fluss,
den Weißen Nil, gleich um die Ecke.
„Ich weiss, wohin ich schwimmen muss!“

Gesagt, getan,
das Krokodil
brach auf, schnell hin
zum Weißen Nil!

Es hat nicht all zu lang gedauert,
da hatte es sein Ziel erreicht,
war hoch erfreut und guter Hoffnung,
dass sich alsbald ein Partner zeigt.

Und wirklich, eines schönen Tages,
da lag ein Krokodil am Strand,
das sah so stark und zärtlich aus,
wie von der Krokofrau erträumt.

2xKro

Nur eines fand die Dame komisch,
der Kerl war nicht ganz blau, wie sie,
er war ganz weiss, das war erstaunlich;
geseh´n hatte sie das noch nie.

„Egal, was soll´s, ich bin nicht kleinlich,
der Krokomann ist stark und schön,
was sollte mich wohl daran hindern
auf diesen Prachtkerl zu zu geh´n?“

So schwamm sie an den Uferstreifen
auf dem der Krokdilmann lag.
Ihn von dem Plan zu überzeugen,
das dauerte nicht mal ´nen Tag.

Schon hob das Tier ´ne Grube aus,
es legte seine Eier rein,
ganz vorsichtig und schaufelte
dann Sand darauf – und zwar allein.

Als dann nach vielen, vielen Tagen
vom Nest ein zartes Piepsen kam,
hat sie die Grube auf gebuddelt
und sah, was ihr entgegen kam.

Das war´n zwar kleine Krokodile,
doch irgendetwas war ihr fremd.
Die Kleinen war´n blau-weiss rautiert,
wie Tischdecken im Bayernland.

Das hat sich bald herum gesprochen
und schon kamen jemand angereist,
der stahl die kleinen Krokodile,
die Krokomutter war verwaist.

„Oh-je,“ hört man die Dame klagen,
„was bitte soll ich jetzt wohl tun?
Soll ich bei ihm am Weiss-Nil bleiben
oder zurück zum Blau-Nil zieh´n?“

Am Ende ist sie dort geblieben
und das war gut, denn irgendwann,
da hab´n die Kinder ihr geschrieben,
´ne Karte aus dem Bayernland!

Blau-weiss rautierte Krokodile
sind dort zur Zeit der letzte Schrei.
Doch wie wir alle sehr wohl wissen,
geht jede Mode mal vorbei.

Dann treffen sich die Krokodile
vom Blauen und vom Weissen Nil,
genau, wo die zusammen fließen
und feiern dort im Afro-Stil!


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Kaktusliebe – Kaktustriebe

„Lieber kleiner Kaktus auf der Fensterbank ,
sag mal , bist Du traurig oder bist Du krank ?
Deine Stacheln hängen schlapp
von deinem Kaktusleib herab .
Sag mir doch einfach was Dir fehlt
und was Dich quält !“

Kak-ohne2„Sag mal , Karin , bist Du´s oder tust Du nur so dumm?
Frühling ist und alle Leute um mich rum
sind dabei zu schmusen
oder rum zu knutschen .
Nur zu mir kommt keiner her
und tut´s mit mir .“

„Lieber Kaktus , stell Dir vor ich küsste Dich ,
dann stächen Deine Stacheln mir dabei in das Gesicht .
Sie können Dich zwar schützen ,
dafür sind sie von Nutzen ,
doch zum Küssen kann man dann
halt nicht recht an Dich ran !

Lieber Kaktus , strecke  mir doch durch dein Stachelmeer
einfach eine hübsche , kleine Kaktusblüte her .
Reck´ sie mir entgegen ,
ihr kann ich dann geben ,
was Du schon so lang vermisst
nur weil Du stichst .“

Kak-mit-ohne2

„Liebe Karin , guten Morgen , schau doch einmal her .
Über Nacht , da schickte ich ´ne Blüte raus zu Dir .
Machte  sie schön groß und lang ,
hoffe nun , Du kommst gut dran .
Ich träume schon so lang davon ,
nun küss mich schon !“


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Fällt mir grad´ ein :

StoPho2Mein Vater meinte früher oft:
die Frauen sind wie Frösche!
Klagen ständig über kalte Füße,
quaken den ganzen Tag laut rum
und haben dauernd Angst
vor dem Besuch vom Klapperstorch.

Ich sage heute als Pondon:
… und Männer sind wie Störche!
Sie stochern blind in allem rum,
behaupten jeder Pieks sei ein Treffer
und haben dauernd Angst,  das ein Frosch ihnen mal den Schnabel zu hält.

Und nun kann sich gern´ jede( r )  selbst überlegen,
was treffender klingt im Vergleich mit dem Leben!


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Der gereimte Witz

Denkt euch mal ne weite Fläche,
wie in Friesland oder so.
in der satten grünen Landschaft
raschelt´s deutlich irgendwo.
Schaut genauer und ihr findet,
hetzend durch das hohe Gras
eine Katze und die Katze,
sie verfolgt doch irgend was.
Schaut genauer, weiter vorn da
huscht ein Mäuschen eilig fort,
sucht auf ihrer Flucht recht dringend
eine Zuflucht, einen Ort,
der ihr Schutz gewährt vor ihrem
übergroßen Jäger, schnell,
denn die Katz kommt immer näher,
beinah´droht schon das Duell.
Da erreicht das arme Mäuschen
schnaufend und ganz außer sich
eine Kuh und dieses Fleckvieh
sieht die Not und wendet schlicht
uns´rer Maus den A…. entgegen,
drückt und setzt  genau gezielt
einen ihrer weichen Fladen 
auf das Tierchen, nicht verfehlt!
Kommt die Katze angelaufen,
fragt: hast du ne Maus geseh´n?
Nöh! erwidert ruhig die Kuh,
doch die Katz´, im Weitergeh´n,
sieht den Fladen und da schaut doch
ein Stück Schwanz der Maus heraus.
Katze zieht und Katze schüttel´s
Mäuschen ab und frisst es auf.
Und die Moral von der Geschicht´?

Bild
Nicht ein jeder der dich,  sorry ,
mal bescheißt, der meint es schlecht.
Und nicht jeder, der dir raus hilft,
meint es gut mit dir! So´n Pech!
Und
wenn du dich schon bescheißen lässt,
zieh´ jedenfalls den Schwanz ein! Echt !